Die Herstellung von Naturlatexkernen für Matratzen

 
Unser Naturlatex wird auf den Plantagen Sri Lankas gewonnen, dieser wird in einem aufwendigen Vulkanisationsverfahren zu den Naturlatexkernen verarbeitet, die Sie in Ihrer Matratze wiederfinden und Ihnen ein unnachahmliches Schlafgefühl schenken.

Mittels eines komplexen Aufschäumverfahrens wird die Latexmilch zum so genannten Latexkern verarbeitet. Dabei werden vulkanisierende und einige andere Zusatzstoffe (z.B. Schwefel, Antioxidantien, Tenside, also Seifen zur Schaumbildung etc.) hinzugefügt um den Prozess der Vulkanisation auf wenige Stunden zu reduzieren. In der Natur würde dieser Prozess als Wundverschließung mehrere Monate dauern. Alle dabei verwendeten Inhaltsstoffe sind frei von toxischen Substanzen.

Bei ca. 100° C wird die noch flüssige Masse vulkanisiert, schnell abgegekühlt und dadurch gehärtet. Dies geschieht in großen Kernformen, in denen die aufgeschäumte Latexmilch eingegossen und dann "gebacken" wird. Danach wird der Latexkern aus der Form genommen, mehrfach gewaschen und getrocknet. Jede Form muss danach ähnlich einer Kuchenform gereinigt werden. Naturlatex-Matratzen sind überdurchschnittlich langlebig da hier anders als bei Kaltschaum die Bläschen im Schaum nicht platzen, sie sind ganz besonders hygienisch und trocken da sie besonders atmungsaktiv sind, sie liegen sich nicht durch und passen sich perfekt dem Körper an durch seine einzigartige Elastizität.

Die meisten Matratzenkerne aus Naturlatex werden nach dem Dunlop-Verfahren gefertigt. Unter Zufügung verschiedener Hilfsmittel (u.a. Schwefelverbindungen) wird die zentrifugierte Latexmilch aufgeschäumt. Dabei entstehen kleine, im Schaum eingeschlossene Luftbläschen, die für die  Naturlatex-typische Elastizität sorgen.

Mit der Menge an zugeführter Luft lässt sich bei der Produktion der Naturlatexmatratze der Härtegrad regulieren. Je mehr Bläschen, desto weicher wird die spätere Matratze. Anschließend wird der Latexschaum in hitzebeständige Formen gegossen, in die sogenannte Heizstifte eingearbeitet sind. Mit Hilfe von Dampf wird dann die Vulkanisierung in Gang gesetzt und der Schaum in der verschlossenen Form ‚gebacken‘.

Die Heizstäbe hinterlassen die für Latexmatratzen charakteristischen senkrechten, tunnelartigen Löcher, die über die spezifischen Liegeeigenschaften der Matratze entscheiden. Denn dort wo der Latexkern ein solches Loch aufweist, kann der Körper tiefer einsinken, d.h. die Matratze ist an dieser Stelle weicher. Für Mehrzonen-Matratzen, die im Schulter und Beckenbereich besonders komfortabel sind, werden zusätzlich waagrecht verlaufende Heizstäbe eingesetzt.

Der fertige Latexkern wird anschließend gewaschen, um eventuell noch vorhandene Reste von Latex-eigenen Eiweißen, die während der Herstellung der Naturlatexmatratzen entstehen, auszuspülen. Das ist wichtig, weil Latexallergiker auf diese Proteine reagieren.

Auch die Weiterverarbeitung der Latexkerne zu Matratzen ist größtenteils reine Handarbeit. Je nach Kundenanforderung werden Zonendesign und Härtegrad ausgewählt und ein Bezug genäht.

Ob die Matratze als ‚Latex pur‘ in ihre Hülle kommt oder noch mit anderen Polstermaterialien kombiniert wird, hängt von den individuellen Liegebedürfnissen des Käufers ab. QUL-zertifizierte Matratzen sind immer aus Naturprodukten und werden zum allergrößten Teil in Manufakturen im deutschsprachigen Raum gefertigt.

Unsere Matratzen haben wir mit allem ausgestattet, was eine gute Matratze braucht. Wir fertigen Ihre individuelle Natur-Matratze ganz nach Anforderung und Wunsch, dabei verwenden wir hochwertige, biologische Naturmaterialien wie Schurwolle, Kapok Baumwolle, Seegrass, Kokosfaser, Moor oder Amisha Seide.